Spanien - Kanaren - La Gomera
Montag, 26.01.2026
Transfer mit Binter Canarias von La Palma (SPC) über Teneriffa Nord (TFN) nach La Gomera (GMZ) - Valle Gran Rey
Heute ist unser Transfertag. Nachdem wir die letzten reichlich zwei Wochen auf La Palma verbracht haben, wechseln wir heute die Insel und starten in den zweiten Teil unserer diesjährigen Winterauszeit hinüber nach La Gomera. Zu recht früher Stunde klingelt um 05:00 Uhr unser Wecker und eine Stunde später machen wir uns in stockdunkler Nacht (...auf La Palma gibt es aufgrund des Lichtschutzgesetzes für die Observatorien kaum Straßenbeleuchtungen) auf den Weg hinüber zum Aeropuerto auf der Ostseite. Wie immer schnell und unkompliziert geben wir den Mietwagen ab und dann geht es auch schon pünktlich los. Mit einer ATR-72 von Binter fliegen wir zuerst hinüber nach Teneriffa. Hier am Nordflughafen bei Los Rodeos haben wir nur wenige Minuten zum umsteigen. Wir parken am letzten Ende des Rollfeldes und müssen auch noch auf den Bus warten, der uns dann in einer ausgedehnten Flughafenrunde zum Terminal bringt. Da in 10 Minuten unser Anschlussflug starten soll, geht es schnell zum Gate, wo man schon auf uns wartet, um den Flug zu schließen. Dann geht es mit dem Bus....man hätte es ahnen können...zum gleichen Flieger wieder zurück, welcher uns nach TFN gebracht hat. Der fliegt nämlich weiter nach La Gomera. Aber man muss halt unbedingt die "Ehrenrunde" ums Terminal machen und nochmals einchecken. Dann geht es schnell und wir starten zu unserem knapp 30-minütigen Flug hinüber nach La Gomera. Dort angekommen nehmen wir sofort unsere Koffer in Empfang und der Flughafenbus der Linie6 bringt uns hinüber ins Valle Gran Rey. Dort checken wir in unser Apartment für die nächsten Wochen ein. Nach ein paar Versorgungseinkäufen treffen wir uns mit unseren Freunden und es gibt erst einmal viel zu erzählen. Dann geht es noch gemeinsam zum Abendessen und zum Tagesausklang noch auf unsere Terrasse.
Am Morgen genießen wir zuerst mal ein gemütliches Terrassenfrühstück bei lauen 20°C. Dann übernehmen wir gemeinsam mit unseren Freunden den Mietwagen und fahren dann hinauf zur Höhenstraße bis zum Pajarito unweit des höchsten Gipfels der Insel - dem Garajonay. Hier oben ist es etwas frischer und wir starten bei herrlichem Sonnenschein unsere Wanderung rund um den Pajarito. Von der Wanderung aus haben wir einen tollen Blick hinüber nach Teneriffa und dem Teide, der von hier natürlich wesentlich näher ist, als wir ihn in den letzten Tagen von La Palma aus gesehen haben. Auf Forstwegen geht die gemütliche Wanderung durch Lorbeerwald und an wir können auch hinunter in den Barranco de Benchijigua und hinüber zum markanten Roque Agando schauen. Später liegt auch Imada tief unter uns im Tal. In einer weiten Schleife geht es dann wieder zum Pajarito zurück, von wo aus wir wieder ins Valle Gran Rey zurückfahren. Auf der Fahrt werden wir ab Apartacaminos und Wolken gehüllt, welche sich erst im oberen Valle wieder etwas lichten. Trotzdem ist es am Abend im Tal etwas wolkig.
In den heutigen Tag starten wir mit einem ausgiebigen Frühstück bei lauen 20°C Morgentemperatur auf unserer Terrasse. Da wir gestern bereits unterwegs zum wandern waren, drehen wir erst einmal eine ausgiebige Runde durchs Valle Gran Rey. Das machen wir nicht alleine, sondern wir treffen eine liebe Freundin, welche wir vor acht Jahren auf einer gemeinsamen Costa Rica-Reise kennengelernt hatten, und sind bis zum Nachmittag gemeinsam unterwegs. Es gibt viel zu erzählen und so schlendern wir gemeinsam zum Hafen von Vueltas. Hier kommen wir gerade zurecht, dass die Rochen gefüttert werden, was wirklich ein tolles Erlebnis ist. Via Borbalán schlendern wir weiter nach La Playa, wo wir an der Playa erst einmal eine Pause einlegen. Dann geht es für uns zurück ins Quartier, wo wir am Nachmittag, ebenfalls mit Freunden, noch ein Glas Wein trinken.
Donnerstag, 29.01.2026
Wanderung vom Fortaleza-Sattel über Igualero zum Garajonay und zurück
Am Morgen geht es erst einmal hinaus aus dem Tal bis Arure. Über Las Hayas, El Cercado und Chipude fahren wir bis zum Abzweig nach Erque, wo wir nach ca. 300m das Auto parken und zu unserer Wanderung starten. Wir sind heute wieder gemeinsam mit unseren Freunden unterwegs und so wandern wir mit tollem Blick zur Fortaleza und in den mächtigen Barranco de Erque. Dann erreichen wir Igualero, was mit ca. 1.300m die höchste Ortschaft der Insel ist. Von hier geht es abermals bergan, bis wir den Fuß des Garajonay erreichen. Den letzten Aufstieg auf den höchsten Inselberg verschieben wir noch etwas und wandern stattdessen direkt wieder hinunter in Richtung Chipude, wo wir zum Auto zurückkehren. Dann gehts zurück ins Valle.
Am Morgen geht es wie immer über Arure nach oben. Eigentlich stand ja der Aufstieg zur Fortaleza auf unserem Programm, doch da einige Wolken zugange sind und auch die Cumbre de Chijere in Wolken gehüllt ist, fahren wir weiter hinunter nach Vallehermoso und starten bei Tamargada zu einer Rundwanderung. Diese führt uns zuerst durch den Weiler Tamargada mit der dortigen Ermita de Nuestra Señora de la Caridad del Cobre. Dann geht es bergan mit tollen Aussichten zum markanten Roque Cano bis wir Simancas erreichen. Das am Hang liegende Dorf passieren wir und der Weg führt weiter in Richtung Playa de Sepultura. Nach dem Abstieg gehen wir nicht zum Strand sondern steigen wieder hinauf und wandern zurück zum Ausgangspunkt bei Tamargada. Via Vallehermoso fahren wir dann nochmals kurz hinunter zur Playa de Vallehermoso. Dort geht der Blick hinüber zum Castillo del Mar, was leider schon bessere Zeiten erlebt hat und inklusive der Zufahrtsstraße immer weiter verfällt. Dann geht die Fahrt zurück ins Valle Gran Rey, wo wir am Abend noch ins El Pescador zum Abendessen gehen.
Nachdem wir bereits gestern Anlauf für diese Wanderung genommen hatten, unternehmen wir heute bei tollem Sonnenschein den nächsten Versuch. Das Auto parken wir wie schon dieser Tage am Abzweig nach Erque und starten hier unsere kurze aber intensive Wanderung zum markanten Tafelberg La Fortaleza de Chipude (1.231m). Der Weg führt zuerst leicht abwärts in Richtung Pavon. Dann erreichen wir den Sattel der Fortaleza und es geht zu erst moderat, später dann steil nach oben und man muss die Hände zu Hilfe nehmen. Der Weg ist in den letzten Jahren deutlich ausgebaut worden, man sollte jedoch definitiv schwindelfrei sein, denn an manchen Ecken geht es ohne jegliche Sicherung schon sehr steil nach unten. Oben angekommen genießen wir ein tolles Panorama über große Teile der Insel La Gomera. Schräg gegenüber liegt der Garajonay und am Horizont schauen die beiden Nachbarinseln La Palma und El Hierro aus den Wolken, welche über dem Atlantik liegen, heraus. Nach einem Gipfelbiwak geht es dann auf dem gleichen Weg wieder zurück.
Sonntag, 01.02.2026
Wanderung rund um die Ermita Santa Clara im wilden Nordwesten La Gomeras
Die spanischen Wetter-Apps von AEMET und El Tiempo haben für heute bestes Wetter vorhergesagt. So liegt es auf der Hand, dass wir auch heute zum Wandern aufbrechen. Die Fahrt geht bis kurz hinter Epina, wo wir in die enge Betonstraße hinunter in Richtung Tazo abbiegen. Am Abzweig der Piste zur Ermita Santa Clara parken wir und brechen zu unserer Wanderung auf. Dazu nehmen wir die Forstpiste, welche zur Ermita führt, welche aber derzeit durch den Regen der letzten Wochen sehr schlammig ist, so dass wir an manchen Stellen sehr vorsichtig gehen müssen. An der Ermita Santa Clara werden wir wie immer von vielen Katzen und Hühnern begrüßt. Schon auf dem gesamten Weg haben wir tolle Aussichten nach El Hierro und La Palma sowie hinunter nach Arguamul und Guillerma. Dann wechseln wir hinüber auf die andere Seite der Cumbre de Chijeré und haben dort den ultimativen Blick hinüber nach Teneriffa mit dem immer noch mit einer leichten Schneehaube bedeckten Teide. Selten war der Blick zu den Nachbarinseln so klar wie heute und wir können viele Details mit bloßem Auge erkennen. Natürlich ist auch der Blick auf die Nordwestküste La Gomeras und in das Tal von Vallehermoso mit dem Roque Cano atemberaubend. Dann erreichen wir eine weitere kleine Kapelle namens Ermita del Coromoto, wo wir eine kurze Picknickpause einlegen. Dann geht der Weg - dieses Mal auf der westlichen Seite der Cumbre de Chijere zurück zur Ermita Santa Clara. Unter uns liegt der Felsen von Los Órganos. Leider sehen wir die markanten Basaltsäulen nicht von hier, was nur von der Seeseite aus möglich ist. Von der Ermita arbeiten wir uns wieder durch den recht schlammigen Weg zurück zum Mietwagen und fahren wieder zurück ins VGR. Am Abend zieht es uns mal wieder ins "Abisinia", wo wir gut zu Abend essen.
Montag, 02.02.2026
Wanderung von Imada durch den Barranco Guarimiar
Am Morgen ist es etwas wolkig, so dass wir uns zur Fahrt in den meist etwas sonnensicheren Süden der Insel entschließen. Über die Höhenstraße fahren wir bis zum Pajarito und biegen dort hinunter nach Imada ab. Im Ort parken wir und starten zu unserer Tour durch eine der großartigsten Schluchten La Gomeras - den Barranco Guarimiar. Durch alte Terrassenfelder und viele schneeweiß blühende Mandelbäume geht der Weg stetig bergab, bis wir den eigentlichen Barranco erreichen. Hier wird es steiler und der Weg luftiger, wenngleich er in den letzten Jahren sehr gut ausgebaut und mit einem Geländer gesichert wurde. Da wir ja oben in Imada das Auto stehen haben und nicht den Steilaufstieg nach Targa machen wollen, teilen wir uns hier. Während es für Ines weiter hinunter in Richtung El Rumbazo geht, steige ich wieder hinauf nach Imada. Mit dem Auto hole ich Ines dann unten bei Taco ab und weiter geht die Fahrt nach Playa Santiago, wo wir kurz entlang der Promenade schlendern. Dann geht die Fahrt zurück ins Valle. Schon unterwegs ist es wolkig und auf der Höhenstraße regnet es. Unten im Valle angekommen ist es auch hier bedeckt aber trotzdem noch angenehm mild.
Auch heute ist wieder wandern angesagt und es steht einer der Klassiker auf La Gomera auf unserem Programm - die Rote Wand von Agulo. Über die Höhenstraße fahren wir zuerst bis Laguna Grande und biegen dort in die kurvenreiche Straße hinunter nach Las Rosas ab. Ein kurzes Stück später erreichen wir Agulo, wo wir unseren Steilaufstieg durch die Rote Wand beginnen. Wenn man die Wand von unten sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass diese zu erklimmen ist. So geht der Weg dann auch knackig und extrem steil nach oben. Nach 45 Minuten haben wir dann die Wand bezwungen und nach einer reichlichen Stunde stehen wir am Skywalk über Agulo - dem Mirador de Abrante. Hier machen wir erst einmal kurz Pause und genießen das tolle Panorama hinunter nach Agulo und natürlich hinüber nach Teneriffa. Dann geht der Weg weiter durch die rote Erde von Juego de Bolas. Durch die Niederschläge der jüngeren Vergangenheit ist die lehmige Erde noch sehr feucht und wir haben riesige Erdbrocken unter unseren Sohlen, dass wir gefühlt 10cm größer sind. Über El Roquillo geht es dann auf dem GR-132 wieder nach unten in Richtung Agulo, wo wir nach knapp 4 Stunden Gesamtzeit wieder am Auto eintreffen. Die Rückfahrt machen wir via Vallehermoso ins Valle und kehren am Abend nochmals in der Pizzeria an der Puntilla zum Abendessen ein.
Mittwoch, 04.02.2026
Wanderung rund um Laguna Grande - Mirador del Palmarejo (César Manrique)
Auch heute steht nochmals ein Wandertag auf unserem Plan. Wie immer geht es hoch nach Arure und über die Höhenstraße fahren wir nach Laguna Grande. Hier in fast 1.300m Höhe starten wir unsere Rundwanderung durch den Lorbeerwald. Entlang der ausgeschilderten Routen 6 und 14 geht die Wanderung wechselnd auf engen Wanderwegen und relativ breiten Forstpisten. Am Sattel des Garajonay hat man dann auch einen tollen Ausblick über die Insel . So sehen wir die Fortaleza de Chipude aber auch die Nachbarinseln Teneriffa, La Palma und auch El Hierro sehr klar gegenüber liegen. Dann geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt bei Laguna Grande. Auf dem Rückweg ins VGR machen wir noch einen Fotostopp am Mirador del Palmarejo, welcher von César Manrique geschaffen wurde. Trotz der genialen Lage mit einer atemberaubenden Aussicht ins Valle Gran Rey ist das hiesige Restaurant seit vielen Jahren geschlossen. Wenigstens ist in diesem Jahr die Aussichtsterrasse wieder geöffnet, so dass wir wenigstens das Panorama genießen können.
Nachdem wir die letzten Tage Wanderpause hatten und im Valle Gran Rey gechillt haben, ist heute wieder ein Wandertag auf unserer Agenda. Schnell findet sich am Morgen eine Mitfahrgelegenheit, mit der wir hinauf bis nach Epina gelangen. Eigentlich hatten wir eine der Abstiegsrouten nach Vallehermoso auf dem Plan, doch da einige Wolken im Tal hingen, haben wir uns spontan für die Alternative über Los Barranquillos entschieden. Nach einem Abstecher zu den Chorros de Epina geht der Weg dann durch imposanten Lorbeer- und Baumheidewald wieder nach oben, bis wir den Mirador Los Barranquillos erreichen. Inzwischen ist der Himmel wolkenlos und azurblau bei absoluter Windstille - was will man mehr. Von hier oben haben wir einen tollen Blick hinunter nach Alojera und hinüber zur Nachbarinsel La Palma. Kurze Zeit später erreichen wir dann den Mirador de Alojero, wo wir ein ähnliches Panorama auf Alojero und die Galiónberge haben. Dann queren wir die Straße und unser weiterer Weg führt hinunter über Arcadece weiter nach Arure. Auf der gesamten Strecke bestaunen wir die in diesem jahr besonders grüne Landschaft und an allen Ecken blüht und grünt es - sensationell. Kaum haben wir in Arure die Straße erreicht, hält auch gleich das erste Auto, mit dem wir dann wieder zurück ins Valle fahren. Am Abend geht es dann zum Charco del Conde, wo wir das Spiel der tosenden Wellen beim Sonnenuntergang bestaunen.
Donnerstag, 12.02.2026
Wanderung von El Cercado über La Matanza und dem Kirchenpfad zurück ins Valle Gran Rey
Seit gestern sind wir von einem extrem stürmischen Atlantik umgeben, so dass die Uferstraße im Valle Gran Rey aufgrund der hohen Wellen gesperrt ist. Da heute wieder Wandertag ist, ziehen wir am Morgen in Richtung La Calera, wo sich nach kurzer Wartezeit eine Mitfahrgelegenheit bietet, mit der wir bis El Cercado gelangen. Dort starten wir zu einer unserer Lieblingstouren auf La Gomera. Diese führt uns vom Töpferdorf El Cercado hinunter nach La Matanza und dann weiter über den Kirchenpfad zurück ins Valle Gran Rey. Hier oben grünt und blüht es um uns herum, wie wir es bei unseren vielen Aufenthalten auf der Insel noch nicht erlebt haben. Am Horizont grüßt auch die Nachbarinsel El Hierro herüber und wir lassen unsere Gedanken schon einmal hinüber ziehen, da wir ja im November diesen Jahres wieder dort sein werden. Vorbei an La Matanza führt der weitere Weg bis zur kleinen Ermita de Guadeloupe. Inzwischen ziehen kurz ein paar Wolken auf, welche sich durch die hohe Feuchtigkeit, welche das raue Meer derzeit erzeugt, gebildet haben. Schnell heizt die Sonne diese weg und wir erreichen die Kammscharte Degollada del Cerillal, von wo aus wir einen tollen Blick ins Valle Gran Rey haben. Dort beginnt dann der ziemlich heftige Abstieg auf dem Kirchenpfad hinunter zur namengebenden Ermita de Los Reyes. Von dort aus ist es dann nur noch ein kurzes Stück bis nach La Calera im unteren Valle Gran Rey.
Montag, 16.02.2026
Wanderung von Arure über den Mirador de Palmarejo nach Los Granados und zurück ins Valle Gran Rey
Nachdem der heftige Wind der vergangenen Tage nachgelassen hat, wollen wir heute wieder einmal wandern. Auch, wenn der spanische Wetterdienst AEMET Calima vorhergesagt hat, starten wir am Morgen per Autostopp hinauf nach Arure. Dort beginnen wir direkt hinter dem Restaurant "El Jape" unsere Wanderung. Noch bei relativ blauen Himmel starten wir unsere Tour. Über eine Hochebene führt der Weg zum Mirador El Palmarejo (...geschaffen von César Manrique) und die Luft wird zunehmend staubiger. So sehen wir die Fortaleza inzwischen nur noch schemenhaft durch die sandgelbe Luft. Auch der Blick ins Tal wird zunehmend diffuser und wir können das Meer unten im Tal nicht mehr erkennen. Der Weg führt uns immer bergab und nachdem wir ein kurzes Stück entlang der alten Straße gelaufen sind, zweigt der Weg dann nach unten in Richtung Los Granados ab. Via Casa de La Seda und El Guro geht es zurück ins Valle Gran Rey. Hier ist es inzwischen extrem staubig und es ist viel Saharasand in der Luft, so dass die Augen brennen. Viele Locals sind schon mit Maske unterwegs und wir können inzwischen La Mérica, den Hausberg des Valle, kaum noch erkennen. In der WetterApp zeigt der Luftindex inzwischen auch das höchste Level "extrem schlecht" an, was sonst nur in asiatischen Großstädten passiert. Vielleicht soll das auch nur eine spezielle Art von Training für unseren Aufenthalt in Delhi, wo wir in ein paar Tagen sein werden, sein. Nachdem wir wieder zurück im Tal sind beschließen wir, morgen eine Wanderpause einzulegen, da die Vorhersage noch eine Steigerung der Staubkonzentration vorhersagt.
Video der Wanderung auf der gleichen Strecke von 2022
Mittwoch, 18.02.2026
Wanderung von Las Hayas über Las Creces, Risquillo de Corgo und den Presa de Encantadora nach Vallehermoso
Nach dem heftigen Calima der letzten Tage ist der Himmel heute wieder blau - also bestes Wanderwetter. Per Autostopp geht es für uns am Morgen bis Las Hayas, wo wir an der Casa Efigenia in unsere heutige Wanderung einsteigen. Der Weg führt uns durch die Fayal Brezal-Vegetation nach Las Creces. Von hier geht der Weg weiter durch den urigen Lorbeerwald hinauf zur Höhenstraße. Diese queren wir und beginnen zur anderen Seite unseren Abstieg ins "schöne Tal" - nach Vallehermoso. Am Risquillo de Corgo biegen wir abermals ab und der Weg führt stetig, meist steil, nach unten bis zur Pista La Meseta. Diese ist aktuell gesperrt aber wir wollen ja ohnehin nach Vallehermoso. Inzwischen säumen viele Opuntien unseren Weg und auch Roque Cano thront über dem Tal. Am Abzweig laufen wir nicht über die Alternative Lomo del Corte sondern bleiben auf dem GR 131 hinunter zum Presa de Encatadora. Der Stausee ist recht gut gefüllt und entlang der Straße geht es weiter hinunter bis Vallehermoso Casco. Dort finden wir schnell Mitfahrgelegenheiten, welche uns wieder zurück ins Valle Gran Rey bringen.
Das Video und auch die Wanderbeschreibung auf outdooractive.com zeigen die Wanderung auf dem Teilstück von Las Creces nach Vallehermoso. Heute sind wir zusätzlich noch von Las Hayas bis La Creces unterwegs gewesen.
Auch am heutigen Tag suchen wir uns wieder eine Mitfahrgelegenheit, welche uns hinaus aus dem Tal und dann weiter zum Startpunkt unserer Wanderung nach Chorros de Epina bringt. Bei Sonnenschein zweigt der Wanderweg unterhalb der markanten Antenne bei Epina ab und bringt uns aussichtsreich hinunter. Während im oberen Teil der Strecke noch Baumheide- und Lorbeerwald vorherrscht, säumen später dann viele Agaven und Opuntien unseren Weg. In Richtung Westen sehen wir dann hinüber zur Teselinde und dem Barranco Era Nueva. Oberhalb der aktuellen Tunnelbaustelle zur neuen Ortsumgehung von Vallehermoso geht der Weg weiter, bis wir den Ort Vallehermoso erreichen. Per Autostopp geht es in zwei Stepps zurück ins Valle. Lustig war dabei, dass wir für die letzte Etappe die gleichen netten Mitreisenden treffen, welche uns bereits heute Vormittag mit nach Epina genommen hatten.
Samstag, 21.02.2026
Wanderung von Arure über die Hochebene La Mérica zurück ins Valle Gran Rey
Für die nächsten Tage hat man schon wieder Calima vorgehr gesagt. Deshalb wollen wir heute bei absoluten Traumwetter nochmals zum wandern unterwegs sein. Wie so oft geht es per Autostopp hinauf nach Arure, wo wir am Abzweig zum Mirador de El Santo in die Wanderung einsteigen. Der Mirador selbst ist mal wieder geschlossen bzw. noch nie richtig eröffnet - warum auch immer. Vorbei an Ziegenställen geht der Weg aussichtsreich über die Hochebene hinauf nach La Mérica. Die Nachbarinseln El Hierro und La Palma sind deutlich zu erkennen und auch ins Tal hinunter nach Taguluche haben wir geniale Aussichten. Von hier oben hat man auch einen tollen Blick ins obere Valle Gran Rey bis hin zum Garajonay und zur Fortaleza de Chipude. Auf La Mérica wandern wir entlang der westlichen Klippen bis nach vorn zur markanten Sabina, wo wir erst einmal eine Pause machen, um das einmalige Panorama hinunter ins Valle Gran Rey zu genießen. Dann geht es auf gerölligen Weg in vielen Serpentinen hinunter ins Valle Gran Rey, wo wir nach einer reichlichen Stunde Abstieg fast 1.000 Höhenmeter weiter unten ankommen. Der weitere Weg geht durch die Gassen von La Calera zurück zum Quartier.
Sonntag, 22.02.2026
Wanderung vom Pajarito zum Mirador Morro de Agando - Los Roques - Ermita de las Nieves - Degollada de Peraza
Die nächste Calima ist schon im Anmarsch und da sie sich bisher nur leicht zeigt, wollen wir das herrliche Wetter nochmals zum Wandern nutzen. Per Autostopp fahren wir hinauf bis zum Pajarito an der Höhenstraße. Dort geht es zuerst entlang der Ruta 16, bis wir an der Casita Olsen abbiegen und weiter zum Mirador de Tajaqué wandern. Von hier oben schauen wir weit hinunter in den Barranco de Benchijigua. Leider ist die Sicht durch die bereits aufziehende Calima schon ziemlich getrübt, so dass wir auch den Teide gegenüber auf Teneriffa nur schemenhaft im Dunst ausmachen können. Dann erreichen wir den Mirador Morro de Agando. Die Aussichtskanzel liegt hoch über den Los Roques und der markante Roque Agando liegt direkt unter uns. Dann führt uns der weitere Weg direkt zu den Roques. Dort blühen überall die Tajinasten. Unser weiterer Weg führt und dann über die Ermita de las Nieves bis zur Degollada de Peraza. Dann stehen wir vor der Herausforderung, eine Mitfahrgelegenheit ins Valle zu finden, da zum Sonntag der Bus erst viele Stunden später fährt. Nachdem wir eine ganze Weile am Straßenrand ausharren und fast kein Auto vorbei kommt, haben wir Glück und andere Wanderer, welche wir bereits auf dem Weg getroffen haben, sind mit dem Mietwagen auf der Rückfahrt ins Valle Gran Rey und nehmen uns mit.
Dienstag, 24.02.2026
Rundwanderung von Tamargada nach Simancas und zurück
Da die Calima doch recht moderat ist und die Sonne bereits am Morgen scheint, steht heute wieder ein Wandertag auf unserem Programm. Gemeinsam mit Freunden fahren wir via Vallehermoso zum Startpunkt bei Tamargada (Pie de la Cuesta). Diese Wanderung haben wir bereits am 30.01.2026 unternommen - damals aber bei sehr trüben Wetter, so dass wir uns freuen, dass heute die Sonne scheint. Diese meint es dann auch gleich richtig gut mit uns und die Temperaturen sind schon am Beginn der Wanderung bei 27°C, was sich im Laufe des Tages dann noch steigern sollte. Der Weg steigt zuerst recht steil an, bis wir dann auf einem ziemlich verwachsenem Teilstück den Ort Simancas erreichen. Von dort geht es weiter in Richtung Playa de Sepultura. Bevor wir den Strand erreichen, biegen wir wieder auf einen Weg ab, der uns zurück zum Ausgangspunkt nach oben bringt.
Mittwoch, 25.02.2026
Wanderung zwischen El Cercado, Gerián und La Matanza
Eigentlich sollte heute Wanderpause sein. Da aber der Wetterbericht für die nächsten Tage Regen und Wind vorhersagt, wollen wir heute den Tag nochmals zum wandern nutzen. So fahren wir mit unseren Freunden hinauf nach El Cercado, wo wir über La Matanza zur Ermita de Guadeloupe wandern wollen. Doch schon kurz nach dem Einstieg in El Cercado ziehen Wolken über den Kamm, welche auch etwas Regen mit im Gepäck haben. So drehen wir um und fahren weiter Via Chipude und Gerián bis zum anderen Ende unserer geplanten Wanderung. Diese liegt etwas tiefer und somit im Sonnenschein. So starten wir nun an der Ermita und der Weg führt uns bis nach La Matanza, wo wir eine kleine Rast machen. Die Mandelblüte, welche wir noch vor 3 Wochen hier oben erlebt haben, ist inzwischen weitestgehend vorbei. Immer noch ziehen ins das obere Tal dicke Wolken herein, so dass wir uns wieder auf den Rückweg machen, welcher entlang der gleichen Strecke geht. Dann geht es zurück ins Valle, wo zuerst noch die Sonne scheint. Allerdings pustet schon ein strammer Wind und am Abend erreichen auch ein paar wenige Regentropfen das Tal.
Montag, 02.03.2026
Wanderung von den Chorros de Epina zur Ermita Santa Clara und durch den Bco. Era Nueva nach Vallehermoso
Heute Morgen übernehmen wir unseren Mietwagen, mit dem wir die nächste Woche auf der Insel unterwegs sein werden. Dieser bringt uns hinauf zu den Chorros de Epina, wo wir zu unserer Wanderung starten. Vorbei an der markanten Antenne gehen wir den Kammweg zur Ermita Santa Clara. Anfangs ist es ziemlich wolkig und später lichtet sich die Wolkendecke und die Sonne lugt hervor. Nach einer Rast an der Ermita geht es dann durch den urigen Barranco Era Nueva hinunter nach Vallehermoso. Mit Blick auf den Roque Cano passieren wir am Ende noch die Baustelle zum neuen Tunnel bei Vallehermoso. Dann geht es per Autostopp wieder hinauf nach Epina, wo unser Mietwagen auf uns wartet. Noch bei strahlendem Sonnenschein kommen wir im Valle Gran Rey an, doch am späten Nachmittag zieht es sich dann schnell zu und es regnet ziemlich heftig. Für morgen gibt es dann wieder eine Wetterwarnung und wir müssen uns überraschen lassen, was dann an Aktivitäten möglich sein wird.
Dienstag, 03.03.2026
Alajeró - Calvario - Playa Santiago - San Sebastián - Playa de Avalo
Auch heute ist das Sturmtief "Regina" noch am Start und wird es leider wohl noch etwas bleiben. So wird heute nichts mit wandern. Am Morgen fahren wir über die Höhenstraße bis zum Pajarito (...hier zeigt das Thermometer gerade mal 6°C) und von dort hinunter bis nach Alajeró. Unterhalb des Ortes starten wir einen kleinen Spaziergang hinauf auf den Calvario mit der kleinen Ermita de San Isidro. Inzwischen gibt es schon die ersten Tropfen, so dass wir nicht die angedachte Wanderung rund um den Calvario machen können und stattdessen in die Inselhauptstadt San Sebastián weiterfahren. Kurz vor bevor wir die Capitale erreichen, öffnet der Himmel alle Schleusen und es schüttet aus allen Rohren. So flüchten wir uns in die Tiefgarage des lokalen Supermercados und erledigen erst einmal paar Einkäufe. Dann machen wir noch einen Abstecher zur nahen Playa de Avalo, wo inzwischen die ehemalige Investruine zum Hotel Bancal fertiggestellt wurde. Das Hotel liegt total abseits und passt so gar nicht zu La Gomera und man fragt sich, wer hier "urlauben" soll.....unser Ding ist es definitiv nicht. Dann machen wir uns auf die Rückfahrt und wählen dazu die Strecke über die Cumbre Carbonera und den El Cedro. Anfangs regnet es wieder stark, doch ab dem El Cedro wird es zunehmend trockener und so kehren wir am späten Nachmittag ins Valle Gran Rey zurück. Da war es noch trocken, während am Abend auch hier starker Regen hereinzieht und dazu ein kräftiger Wind pustet. Wir hoffen, dass morgen das Wetter besser wird.
Mittwoch, 04.03.2026
Taguluche - Playa de Guariñén - Playa Alojera
Auch heute lädt das Wetter wieder nicht zum wandern ein. So fahren wir hinaus aus dem Teil und biegen hinter Epina in die Straße ein, welche hinunter nach Alojera und Taguluche führt. Nachdem wir schon bei Regen im Tal gestartet sind, ist es hier oben gruselig. Nachdem wir wieder etwas weiter nach unten gefahren sind, wird es zwar etwas heller aber wir können nur in kurzen Phasen, wenn der Regen etwas nachlässt, das Auto verlassen. So fahren wir zuerst ins Palmendorf Taguluche. Überall hier stehen Leitern an den Palmen, welche dazu dienen, den Miel de Palma (Der Palmhonig...der darf neuerdings nur noch Sirope de Palma heißen) zu ernten. Wir fahren zur Playa de Guariñén, wo man allerdings nicht wirklich baden kann. Dann machen wir noch einen Abstecher zur kleinen Ermita de Nuestra Señora del Buen Viaje. Weiter geht unsere Fahrt dann nach Alojera und weiter hinunter zur Playa. Aufgrund des Windes peitschen hier die mächtigen Atlantikwellen herein und schlagen gegen die kleine Promenadenmauer. Dann geht es zurück ins Valle Gran Rey, wo es leider auch am Nachmittag und Abend regnet.
Donnerstag, 05.03.2026
Mirador de Abrante - Hermigua - Lepe - Playa La Caleta - Agulo - Playa de San Marcos
Eigentlich wollten wir heute mal wieder wandern. Während es im Tal halbweg sonnig ist, so ziehen oben am Berg wieder viele Wolken. So entschließen wir uns zum Alternativprogramm und fahren via Laguna Grande hinunter in Richtung Juego de Bolas, wo wir am Mirador de Abrante den ersten Stop einlegen. Während wir unten Agulo durch die Wolken sehen können, ist vom Teide gegenüber nichts zu sehen. Über Las Rosas und Agulo geht die Fahrt weiter nach Hermigua, wo wir zuerst nach Lepe abbiegen, wo wir durch den kleinen Weiler spazieren. Inzwischen lugt immer mal die Sonne durch die Wolken. Dann fahren wir hinüber zur Playa La Caleta, wo wir den nächsten kurzen Stopp einlegen. Dann drehen wir um und fahren wieder hinüber nach Agulo, was sicher der schönste Art auf der Insel ist. Hier bummeln wir durch den Ort und schauen hinauf zur Roten Wand mit dem Mirador de Abrante. Bevor wir dann via Vallehermoso die Rückfahrt ins Valle Gran Rey antreten, machen wir noch einen Abstecher zur nahen Playa de San Marcos.