Portugal - Porto
22. - 25.05.2026
Nach vielen Reisen nach Portugal wie nach Lissabon, an die Algarve und natürlich Madeira sowie den Azoren waren wir nun erstmals in der zweitgrößten Stadt des Landes - in Porto.
Mitten in der Nacht starten wir in Richtung BER, von wo aus uns die easyJet pünktlich nach Porto bringt. Am Flughafen werden wir bereits von unserem Vermieter Antonio erwartet, der uns, verbunden mit einer ersten kleinen Stadtrundfahrt, in die Innenstadt shuttelt. Da unser Appartment noch nicht bereit ist, drehen wir erst eine erste Runde durch die Innenstadt. Das erste Ziel ist die neu restaurierte Markthalle Mercado do Bolhão. Hier holen wir das ausgefallene Frühstück nach und genießen die leckeren Dinge (Carpaccio, Käse, Austern...) bei einem kühlen Glas Weißwein. Gegen Mittag treffen wir uns dann wieder mit Antonio zum CheckIn. Dann brechen wir wieder auf in Richtung City und zuerst geht der Weg zur nahen Estação de São Bento, dem Bahnhof von Porto, wo wir die tollen Azulejos bestaunen. Porto ist derzeit allerdings auch eine einzige Baustelle. Überall werden die teilweise schon maroden Fassaden renoviert und der Bau der neuen Metroline beschert der Stadt ebenso viele Baustellen. Danach führt uns der Weg natürlich hinunter zum Douro, wo wir die markanten Eisenbrücke Ponte Dom Luís I erstmals vor uns sehen. Nachdem wir hinüber nach Vila Nova de Gaia gewechselt sind, bestaunen wir den weiten Blick über den Fluss und die Altstadt von Porto und die Dächer der vielen Portweinkeller, welche auf der südlichen Seite des Douro liegen. Nach einer kurzen Pause im Park Jardim do Morro laufen wir auf der oberen Etage der Brücke wieder hinüber auf die Seite von Porto. Dann geht es zum Abendessen ins nahe Restaurant "Laurear", wo wir lecker typisch portugiesisch zu Abend essen. Nach dem langen Tag ziehen wir uns dann mit einem Glas Portwein auf unsere Dachterrasse zurück und fallen irgendwann müde ins Bett.
Samstag, 23.05.2026
Mit dem Hop on Hop off-Bus unterwegs in Porto
Bereits gestern hatten wir uns Tickets für den Hop on Hop off-Bus organisiert und mit dem wollen wir heute die Stadt und das benachbarte Vila Nova de Gaia erkunden. So machen wir uns früh am Morgen auf dem Weg zur Praça da Batalha, wo die Busse starten. Zuerst fahren wir hinaus in Richtung Atlantik, wo wir am Castelo do Queijo einen ersten Zwischenstopp einlegen. Nachdem es am Morgen teilweise recht frisch war und kühler Nebel vom Atlantik hereingezogen ist, meint es die Sonne inzwischen gut mit uns. Dann geht es weiter mit dem Bus zurück in die City, wo wir den Bus wechseln und mit der Blue Line hinüber nach Vila Nova de Gaia fahren. Hier machen wir in der Quinta da Boeira einen Stop zum Portwein-Tasting. Dann laufen wir hinunter zum Douro, um über die Ponte Dom Luís I wieder hinüber auf die andere Seite nach Porto zu wechseln. Über Treppen geht es dann wieder hinauf zur Kathedrale Sé do Porto. Über die Einkaufsmeile in der Rua Santa Catarina führt uns der Weg nochmals zum Mercado do Bolhão, wo wir uns auch heute durch die Leckereien arbeiten.
Pfingstsonntag, 24.05.2026
Unterwegs durch Porto - Mit der Tram zum Passeio Alegre - Douromündung - Vila Nova de Gaia - 6-Bridges Cruise auf dem Douro
Wie schon gestern ziehen auch heute dicke Nebelschwaden vom Atlantik herein - heute nur viel intensiver. Trotzdem machen wir uns früh auf dem Weg in Richtung Infante, wo die historische Tram Nr. 1 hinaus zum Atlantik abfährt. Normalerweise stehen hier lange Schlangen doch früh am Morgen ist das noch gut machbar. Nachdem wir das Ticket (6,-€ einfach p.P.) gelöhnt haben, geht es auch schon los und die alte "Bimmel" tuckert hinaus in Richtung Passeio Alegre. Dort werden wir von Nebel und spürbar kühlerer Luft empfangen. An der Mole, wo der Douro in den Atlantik mündet, steht der kleine Farolim da Barra do Douro, was unser nächstes Ziel ist. Vorbei am Forte de São João Baptista da Foz geht es wieder zur Bushaltestelle, von welcher uns dann der Hop on Hop off-Bus bis zur Praça da Batalha bringt, wo wir abermals in die blaue Linie wechseln. Diese bringt uns wieder hinüber auf die andere Seite des Douro, wo wir durch die engen Gassen von Vila Nova de Gaia hinunter zum Fluss laufen. Dort haben wir dann das nächste Portwein-Tasting in der Espaço Porto Cruz. Über die markante Brücke wechseln wir dann hinüber zur anderen Seite, wo wir aufs Boot wechseln. Eine knappe Stunde dauert dann die 6-Brücken-Fahrt auf dem Douro, bei der man tolle Aussichten auf das enge Dourotal und die beiden Städte Porto und Vila Nova de Gaia hat. Zurück am Anleger schlendern wir über die Rua das Flores und essen dort in der "La Salumeria" lecker zu Abend.
Pfingstmontag, 25.05.2026
Igreja dos Clérigos - Igreja São Francisco do Porto - Livraria Lello - Jardim da Cordoaria - Heimreise
Heute Abend geht es bereits wieder nach Hause - leider. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und nutzen den verbleibenden Tag noch für eine Runde durch Porto. Unweit unseres Quartiers steht die Igreja dos Clérigos mit dem höchsten Kirchturm Portugals - dem 76m hohen Torre dos Clérigos. Uns aber zieht es weiter vorbei am River Market zur Igreja de São Francisco do Porto. Hier lösen wir ein Ticket (12,-€ p.P.) und können so die barocke Pracht in Inneren besichtigen. Diese ist mit filigranen Holzschnitzarbeiten gestaltet und komplett vergoldet, wofür angeblich 400-600kg Gold verwendet wurden. Dann geht es vorbei an der Livraria Lello, wo angeblich J.K. Rowling für ihre Harry Potter-Bücher inspiriert wurde. Dort steht bereits eine lange Schlange von Wartenden, welche das Ticket bereits vorab online gebucht haben. Wir ziehen weiter und suchen uns noch einen Mittagssnack und machen noch eine kleine Pause im Jardim da Cordoaria und der dortigen kleinen Kneipe Adega Leonor. Dann treffen wir uns wieder mit Antonio, unserem Vermieter, welcher uns wieder zum Flughafen bringt. Er war ein toller und sympathischer Gastgeber....Die easyJet fliegt uns dann pünktlich wieder zurück nach Berlin.
Porto ist wirklich eine tolle Stadt und immer einen Besuch wert. Auch das Dourotal ist landschaftlich reizvoll und bei einem nächsten Besuch müssen wir uns unbedingt das Hinterland und das weitere Flusstal anschauen. Da der Zahn der Zeit an vielen Häusern heftig genagt hat, ist Porto momentan eine einzige Baustelle und die Erschließung für die neue Metrolinie intensiviert das noch weiter.
Die Stadt aber ist immer eine Reise wert und wir können sie für einen Städtetrip wirklich sehr empfehlen.